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Photovoltaik (Solarstrom)

Was ist Photovoltaik?

PV DachPhotovoltaik bezeichnet die Gewinnung elektrischen Stroms aus Sonnenlicht. Mithilfe einer Photovoltaikanlage, auch Solarstromanlage genannt, wird Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Eine Photovoltaikanlage setzt sich aus mehreren Solarmodulen zusammen, die wiederum aus mehreren Solarzellen bestehen. Diese Solarzellen sind mit einer metallischen Oberfläche beschichtet. Treffen Lichtstrahlen auf diese Oberfläche, sendet das Metall Elektronen aus, Strom fließt.

Der über die Solarzellen generierte Gleichstrom wird über einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. So kann der Strom im Haushalt genutzt werden. Falls die Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen ist, kann der generierte Strom gegen eine Vergütung dort eingespeist werden.

Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von einem bis fünf Kilowatt peak (kWp) sind bei Einfamilienhäusern die am häufigsten eingesetzten. (Die Höchstleistung wird in Kilowatt peak angegeben.) So generiert eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 20 qm und mit einer Leistung von circa zwei Kilowatt peak etwa 1.400 bis 2.000 kWh Strom pro Jahr. Damit kann eine vierköpfige Familie 50 Prozent ihres Stromverbrauchs decken.

Seit dem Jahr 2009 wird auch der Eigenverbrauch von Solarstrom gefördert. Zunehmend interessanter wird diese Form der Vergütung vor allem bei weiter steigenden Strompreisen, wovon nach derzeitigen Prognosen auszugehen ist. Unter http://www.solar-und-windenergie.de/photovoltaik/photovoltaik-eigenverbrauch.html finden Sie viele interessante Informationen rund um die Eigenverbrauchsregelung für Strom aus Solaranlagen.

Vorteile und Nachteile

Photovoltaik-DachStromgewinnung aus Sonnenergie bietet zwei wesentliche Vorteile gegenüber Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen: Umweltschädigende Nebenprodukte wie CO2 entstehen nicht. Außerdem ist Sonnenenergie zur Stromerzeugung völlig kostenlos.

Auch wenn Sie für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage tiefer in die Tasche greifen müssen, sind die Betriebskosten sehr gering. Wartungs- und Reparaturkosten entstehen kaum. Speist der Anlagenbetreiber den eigens generierten Stroms in das örtliche Stromnetz ein, erhält er ferner eine Vergütung.

Solarstrom kann aufgrund von Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit nicht unbegrenzt gespeichert werden. Aufgrund dessen ist es ratsam, eine Photovoltaikanlage in Kombination mit anderen Technologien zur Energiegewinnung einzusetzen.

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Voraussetzungen

Solarstrom-DachDie Sonneneinstrahlung ist prinzipiell überall in Deutschland so hoch, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt. Den besten Stromertrag erzielen Anlagen, die auf einem nach Süden ausgerichteten Dach mit einer Neigung von 30° installiert sind. Ein nach Südwesten oder Südosten zeigendes Dach mit einer Neigung zwischen 25° und 60° führt zu einem leicht verringerten Energieertrag. Verschatten Bäume oder angrenzende Gebäude das Dach, auf dem eine Photovoltaikanlage angebracht werden soll, kann dadurch die Effektivität bei der Stromerzeugung wesentlich beeinflusst werden.

Da üblicher Weise die gesamte Strommenge in das örtliche Stromnetz eingespeist wird, hängt die Größe der Photovoltaikanlage nicht primär von dem eigenen Stromverbrauch, sondern von der zur Verfügung stehenden Dachfläche ab – und selbstverständlich von dem zur Verfügung stehenden Kapital.

Generell kann gesagt werden, dass für eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 kWp eine 10 m² große Dachfläche benötigt wird.

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Was kostet das?

Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage ist mit einigen Kosten verbunden. Die Photovoltaikmodule für eine durchschnittliche Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses mit 3 kWp kosten je nach Art und Anbieter zwischen 12.000 und 17.000 Euro. Inklusive Montage und Material belaufen sich die Kosten insgesamt auf rund 20.000 Euro.

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Finanzierung und Förderung

Beim Kauf und bei der Installation einer Photovoltaikanlage gibt es keine staatlichen Zuschüsse. Aber die Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Stromnetz wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 20 Jahre lang vergütet. Die Höhe der Vergütung hängt vom Jahr der Inbetriebnahme, der Anlagengröße und der Montageart ab. So wird beispielsweise eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage stärker gefördert als eine Freiflächenanlage. Die KfW-Bank bietet aber günstige Kredite an, um die Installation von Photovoltaikanlagen zu fördern.

Eine Photovoltaikanlage muss übrigens nicht unbedingt auf dem eigenen Dach angebracht sein, da der Strom sowieso in das öffentliche Netz eingespeist wird und nicht zur Eigennutzung verwendet wird. So lohnt es sich auch, in Photovoltaikgroßanlagen zu investieren. Aber nicht vergessen: Der Umsatz, auch von der eigenen Anlage, muss versteuert werden, da es sich bei dem Betrieb einer Photovoltaikanlage um eine unternehmerische Tätigkeit handelt. Eine Photovoltaikanlage hat sich je nach Leistungsfähigkeit nach 14 bis 18 Jahren amortisiert.

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