Photovoltaik
- Was ist eine Photovoltaikanlage?
- Eignet sich mein Haus für eine Solaranlage?
- Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?
- Wie viel Strom erzeugen Solarzellen?
- Warum sollte ich meinen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen?
- Gibt es verschiedene Arten, eine Photovoltaikanlage zu installieren?
- Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
- Benötige ich eine Genehmigung für eine Solaranlage?
- Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?
- Wie wartungsintensiv ist eine Photovoltaikanlage?
Was ist eine Photovoltaikanlage?
Mithilfe einer Photovoltaikanlage, auch Solarstromanlage genannt, wird Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Dies geschieht über ein Solarmodul, in dem Solarzellen in mehreren Reihen geschaltet sind. Der Gleichstrom, der über die Solarzellen generiert wird, muss über einen so genannten Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden, damit der Strom im Haushalt genutzt werden kann. Ist die Photovoltaikanlage direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, wird der erzeugte Strom dort eingespeist. Hierfür gibt es eine entsprechende Vergütung. Nur wenn es sich um eine Inselanlage handelt, d.h. eine Anlage, die vollkommen unabhängig arbeitet, wird der erzeugte Strom direkt verbraucht
Eignet sich mein Haus für eine Solaranlage?
Grundsätzlich ist die Intensität der Sonnenstrahlung in allen Teilen Deutschlands so stark, dass sich die Installation einer Photovoltaikanlage überall lohnt.
Besonders eignen sich nach Süden ausgerichtete Dächer mit einer Neigung von 30°. Sie bringen den bestmöglichen Stromertrag. Variiert die Neigung zwischen 25° und 60° oder die Orientierung des Daches nach Südwesten oder Südosten, verringert das den Energieertrag nur unwesentlich. Aufpassen sollten Sie bei Verschattungen durch beispielsweise Nachbardächer oder Bäume. Sie können die Effektivität der Photovoltaikanlage bedeutend einschränken.
Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?
Die Größe der Photovoltaikanlage richtet sich in erster Linie nicht nach dem eigenen Stromverbrauch, da der gesamte erzeugte Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist wird. Die Größe einer Solarstromanlage hängt vielmehr von der vorhandenen nutzbaren Dachfläche und dem zur Verfügung stehenden Budget ab. Für einen wirtschaftlichen Betrieb benötigt eine Solaranlage eine Nennleistung von mindestens 1.000 Watt (1kWp = Kilowatt-Peak. „kWp“ steht für die Spitzenleistung eines Photovoltaikgenerators unter Standardbedingungen). Dafür werden etwa 10m² der Dachfläche beansprucht.
Wie viel Strom erzeugen Solarzellen?
Eine Solaranlage mit einer Nennleistung von 1 kWp kann einen Ertrag von 800 Kilowattstunden im Jahr erreichen.
Warum sollte ich meinen Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen?
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Stromnetz. Ist die Solarstromanlage an das Netz angeschlossen, erhalten Sie als Betreiber gemäß EEG je nach Größe, Art und Installationsjahr der Anlage eine Vergütung pro Kilowattstunde.
Gibt es verschiedene Arten, eine Photovoltaikanlage zu installieren?
Ja. Die Wahl der optimalen Installationsart hängt von der Orientierung, der Neigung des Daches und von den optischen Vorstellungen des Betreibers ab. Die Solarmodule können auf fünf verschiedene Arten montiert werden:
1.Aufdachmontage: Die Module werden über der Dachhaut angebracht. Diese Methode ist verhältnismäßig preisgünstig und die Dachhaut bleibt intakt.
2.Fassadenmontage: Die Photovoltaikmodule werden direkt an eine Fassade installiert. Als architektonisches Gestaltungselement kommt diese Methode immer öfter zur Anwendung.
3.Flachdachmontage: Die Solarmodule werden etwas schräg aufgestellt, damit sie die Sonneneinstrahlung optimal aufnehmen können.
4.Indachmontage: Die Dachziegel werden an der entsprechenden Stelle entfernt und die Module auf die Dachlatten montiert. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Dachlasten und das Ergebnis ist optisch ansprechend. Allerdings ist diese Montageart teurer als andere.
5.Freiaufstellung: Die Solarmodule können unabhängig von Dachneigung und
-ausrichtung aufgestellt und deshalb optimal ausgerichtet werden. Die Sonnenkollektoren sind somit bei Reparaturarbeiten leichter zugänglich. Allerdings ist diese Methode recht kostenintensiv, da zusätzlich eine Tragkonstruktion aufgebaut werden muss.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Bei fachgerechter Installation sind Photovoltaikanlagen generell wenig störanfällig und müssen nur selten gewartet werden. Die durchschnittliche Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Hersteller geben meist eine Garantie zwischen 10 und 25 Jahren. Bei Wechselrichtern empfiehlt sich ein Austausch nach spätestens 10 Jahren.
Benötige ich eine Genehmigung für eine Solaranlage?
Werden Solarstromanlagen an Fassaden oder auf Dächern angebracht, brauchen Sie generell keine Genehmigung. Ausnahmen oder Einschränkungen werden in den Bauordnungen der jeweiligen Länder aufgeführt. Dort sollte vor Installation der Photovoltaikanlage noch einmal nachgelesen oder beim zuständigen Bauamt nachgefragt werden.
Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage?
Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage hängen von der Installationsart, der Qualität der Module und den baulichen Gegebenheiten ab. Generell können pro kWp Nennleistung 5000 bis 6000 Euro inklusive Montage- und Materialkosten veranschlagt werden.
Wie wartungsintensiv ist eine Photovoltaikanlage?
Bei sachgemäßer Installation müssen Solarstromanlagen kaum gewartet werden. Eine regelmäßige Reinigung ist nicht nötig, da die Photovoltaikmodule durch Regen oder Schnee abgewaschen werden. Nur großflächige Verschmutzungen sollten möglichst schnell von Hand entfernt werden, da sie die Leistung der Solarstromanlage verringern können. Auch wenn Störungen nur selten auftreten, sollte der Stromzähler immer wieder abgelesen werden, um diese frühzeitig festzustellen.

