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Pelletheizungen - Häufige Fragen kurz erklärt!

Was sind Pellets?

Pellets sind in Stäbchen- oder Zylinderform gepresste Materialien. Für Pelletheizungen werden im Speziellen Holzpellets verwendet. Stroh- oder Torfpellets können in so genannten Allstoffkesseln zur Wärmegewinnung verbrannt werden, haben aber einen höheren Schadstoffanteil als Holzpellets. Holzpellets werden in Säge- und Hobelwerken aus naturbelassenen Holzspänen gepresst. Die Produktion der Holzpellets unterliegt strengen Normen. Pellets entstehen unter hohem Druck und ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln, nur zwei Prozent Mais- oder Roggenmehl sind als Presshilfsmittel zugelassen. Ein Kilogramm Pressholzpellets erreicht etwa die Heizleistung von einem Liter Heizöl.

Was sind die Vorteile einer Pelletheizung?

Pelletheizungen sind ökologischer und in Bezug auf die Betriebskosten kostengünstiger als Öl- und Gasheizungen. Dazu gelten die Holzpellets, also der Brennstoff für die Pelletsheizung, als nahezu unerschöpflicher Rohstoff, da Bäume immer nachwachsen. Holzpellets zeichnen sich durch ihre hohe Energiedichte und niedrige Schadstoffausstöße aus. Außerdem sind Holzpellets leicht zu lagern. Der Brennvorgang einer Pelletheizung unterscheidet sich kaum von dem einer Öl- oder Gasheizung. Nur die entstehende Asche muss ab und zu beseitigt werden.

Warum sollte ich mit Holzpellets heizen?

Die Nutzung von Holzpellets ist viel umweltfreundlicher als das Heizen mit Gas oder Öl. Die Verbrennung von Pellets ist fast CO2-neutral, d.h. das globale CO2-Gleichgewicht wird nicht verändert. Das liegt in erster Linie daran, dass die Holzpellets ohne Zusatzstoffe und vollkommen naturbelassen gepresst werden.

Welche Rückstände entstehen bei der Verbrennung von Holzpellets?

Bei der Verbrennung von Holzpellets entstehen wie bei jeder Verbrennung Rückstände, wie beispielsweise Kohlenmonoxid oder Stickstoffoxide. Holzpellets sind aber ein sauberer Brennstoff, da das Holz naturbelassen und ohne Zusätze zu Pellets verarbeitet wird. So ist die Schadstoffemission einer Pelletsheizung nur sehr gering. Zudem wird durch den geringen Rindenanteil in den Holzpellets die Entstehung von Asche vermindert.
Jede Verbrennung (auch die von Gas und Öl) ist nicht so vollständig und exakt wie man sich das wünschen würde. Es entstehen außer CO2 immer auch Schadstoffe wie CO: Kohlenmonoxid. Entsteht durch unvollständige Verbrennung des Brennstoffs OGC: Organisch noch gebundener Kohlenstoff. Entsteht ebenfalls durch unvollständige Verbrennung des Brennstoffs NOX: Stickstoffoxide. Entstehen durch die Reaktion des Stickstoffs und des Sauerstoffs der Luft. Luft enthält ca. 20 % Sauerstoff (O2) und 80 % Stickstoff (N2) Staub: Entsteht bei Verbrennung von Holz. Es handelt sich um mitgerissene Ascheteilchen.
Der Ausstoß (die „Emission“) von Schadstoffen ist bei modernen Holzpelletkesseln sehr gering. Dazu trägt auch der genormte Brennstoff bei, der sehr sauber verbrennt und keine Fremdstoffe enthält. Der geringe Rindenanteil, der bei Pellets zugelassen ist, führt zu einem sehr geringen Ascheanfall von unter 0,5 %. Das bedeutet, aus 1.000 kg verbrannten Pellets entstehen weniger als 5 kg Asche.

Eignet sich ein Holzpelletkessel auch für die Verbrennung anderer Stoffe?

Auf keinen Fall. Die Holzpelletkessel sind nur für Pressholzpellets zugelassen und so konstruiert, dass sie einen Wirkunsgrad von 95 Prozent erreichen und nur einen minimalen Schadstoffausstoß auweisen. Allstoffkessel, in den auch Stroh- oder Getreidepellets verbrannt werden können, sind weitaus weniger effektiv und haben dazu noch einen höheren Schadstoffausstoß.

Aus welchen Komponenten besteht eine Pelletheizung?

Eine Pelletheizung besteht in der Hauptsache aus einer Brennkammer, in der die Holzpellets verbrannt werden. Ein Fördersystem transportiert die Holzpellets aus dem Lagerraum direkt in diese Brennkammer. Eine elektronische Steuerung löst die Zündung aus und reguliert gleichzeitig die Temperatur und die Brennstoffmenge.

Wie hoch ist der Verbrauch einer Pelletheizung?

Der Verbrauch an Holzpellets kann schon im Vorhinein abgeschätzt werden. Bei einem Austausch der alten Heizung mit einer Pelletsheizung berechnen Sie den zukünftigen Holzpelletverbrauch wie folgt: Sie multiplizieren den bisherigen Heizölverbrauch, angegeben in Litern, oder den Erdgasverbrauch, angegeben in Kubikmetern, mal Zwei. Das Ergebnis ist die Kilogrammzahl Holzpellets, die Sie für Ihre neue Anlage brauchen werden. Bei einem Neubau sollte sicherheitshalber ein Fachmann die Menge berechnen, da der Verbrauch an Pellets nicht nur von der Größe des Hauses, sondern auch von dem Dämmstandard des Gebäudes abhängt.

Sind Pellets kostengünstiger als fossile Brennstoffe?

Ja. Schon jetzt wird am Ausbau von Produktionskapazitäten für Holzpellets gearbeitet. Für Pellets gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 Prozent, da es sich um ein Produkt der Landwirtschaft handelt. Zudem werden die Preise für Holzpellets nicht so rasant ansteigen wie die Gas- und Ölpreis. Grund: Bäume wachsen nach. Somit zählt das Heizen Pellets zu den Erneuerbaren Energien.

Wieviel Platz benötige ich für die Lagerung der Pellets?

Wird von einer Ölheizung auf eine Pelletsheizung umgerüstet, reicht generell der Platz des Heizöltanks für die Lagerung des jährlichen Pelletverbrauchs. Ist der Lagerraum zu klein, können Sie ihn auch mehrmals im Jahr auffüllen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Holzpellets außerhalb des Hauses in Garagen oder Silos zu lagern.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Die Technik zur Förderung der Holzpellets stammt aus der Landwirtschaft, da Pellets in ihrer Form Tierkraftfutter ähneln. In Stahlkanälen werden die Pellets über Stahlschnecken vom Lagerraum direkt in den Heizkessel transportiert. Eine elektronische Steuerung regelt die Brennstoffmenge und zündet den Brennvorgang. Die Wahl des passenden Förderungssystems hängt von den örtlichen Begebenheiten ab. Ein fachkundiger Heizungsbauer kann bei der Auswahl behilflich sein.

Wer bekomme ich Holzpellets?

Fachhändler für Holzpellets sind überall in Deutschland zu finden, so dass die Versorgung garantiert werden kann. Wichtige Qualitätsmerkmale beim Einkauf sind das Gütesiegel des Pelletverbands Deutschland (PVD) oder Österreich (PVA), das DINplus-Zertifikat der DIN CERTCO GmbH und die österreichische Norm ÖNorm M 7135. Die Händler sind generell sehr flexibel und können auch kurzfristig liefern.

Ist eine Umrüstung auf eine Pelletheizung mit hohem Aufwand verbunden?

Der Aufwand einer Umrüstung hängt von dem bisherigen Heizungssystem ab. Wurde bisher mit Öl geheizt, müssen die Öltanks abgebaut und entsorgt werden. An gleicher Stelle kann dann der Lagerraum für die Holzpellets eingerichtet werden. Bei einer derzeit installierten Gasheizung muss zunächst ein geeigneter Lagerraum für die Pellets gefunden werden. Entweder ist noch ein Kellerraum frei, oder Sie entscheiden sich für eine externe Lagerung. Zur Umrüstung auf eine Pelletheizung gehört eventuell auch eine Sanierung des Schornsteins. Da der Schornstein feuchteunempfindlich sein muss, wird bei einer Sanierung meist ein Edelstahlrohr in den Schornstein eingezogen. Den ganzen Umbau sollten Sie von einem fachkundigen Heizungsbauer planen und durchführen lassen.

Ist eine Kombination von Pelletheizung und Solaranlage sinnvoll?

Die Kombination von Pelletsheizung und Solaranlage ist ideal, da dadurch Brennmaterial eingespart werden kann. Im Frühling und Sommer reicht beispielsweise der Einsatz einer solarthermischen Anlage aus, um die Wohnräume zu heizen und um das Brauchwasser zu erwärmen. Im Winter dient die solarthermische Anlage der Unterstützung der Pelletsheizung. So produziert die Solaranlage aufs Jahr gesehen etwa 60 Prozent der Wärme zur Warmwasserbereitung und etwa 25 Prozent der Heizungswärme. Den Rest übernimmt die Pelletsheizung.