Finanzierung
Finanzierung Erneuerbare Energien
Die staatliche Förderung durch das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) hat in Deutschland einen regelrechten Boom der erneuerbaren Energien ausgelöst. Viele verdienen Geld mit den erneuerbaren Energien, indem sie Strom an örtliche Netzbetreiber zu garantierten Preisen verkaufen. Diese Einnahmen sind über 20 Jahre sicher, wenn sie in die örtlichen Stromnetze eingespeist werden. Rund 50 Cent pro Kilowattstunde zahlen die Versorgungsunternehmen den Einspeisern, je nachdem wann die Anlage errichtet wurde. Das ist ungefähr das Dreifache von der Summe, die der Hausbesitzer ansonsten selbst für Strom zahlen würde, den er bei dem örtlichen Versorgungsunternehmen einkauft.
Die Subventionen bieten eine hervorragende Möglichkeit für die Betreiber sowohl die Investitionskosten zu finanzieren als auch die Betriebskosten zu decken. Bei einer geschickten Finanzierung kann sogar mit einer Rendite zwischen 1 bis 5 % gerechnet werden. Die Risiken sind sehr begrenzt, so lange die Planung und die Ausführung von allem sorgsam bedacht werden.
Die großen Investitionskosten setzen sich zusammen aus den Solarmodulen, der Dachunterkonstruktion, der Montage und einem Wechselrichter. Der Wechselrichter wandelt den produzierten Gleichstrom in den netzfähigen Wechselstrom um.
Ein typisches Beispiel: Ein Einfamilienhaus verfügt über eine Anlage mit einer Spitzenleistung von 3 Kilowatt peak (kWp) – das bedeutet Anschaffungskosten von ca. 16 000 bis 22 000 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Pro Kilowatt Spitzenleistung bedeutet das 5 000 bis 7 000 Euro. Da die Anlagen gewerblich betrieben werden, erhält der Nutzer die Mehrwertssteuer zurück.
Solaranlagen sind in der Regel robust und erfordern nur selten eine Wartung. Trotzdem sind Rücklagen für Reparaturen, Wartung, und eventuelle Ersatzteile einzukalkulieren. Hinzu kommt, dass eine allgemeine Miete für den Zähler zur Messung des eingespeisten Stroms anfällt – ca. 25 bis 30 Euro pro Jahr. Als Versicherung der Anlage wird im Allgemeinen empfohlen, eine bestehende Gebäudeversicherung zu ergänzen oder eine extra Versicherung für die Solaranlage abzuschließen. Für Investoren ist in der Regel mit Betriebskosten von 1 bis 1,5 % der Anschaffungskosten zu rechnen.
Die Einnahmen aus der Stromeinspeisung können je nach Standort jährlich zwischen 700 und 1 000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Kilowatt Spitzenleistung (kWp) betragen. Beispiel: Bei einer Stromausbeute von 800 kWh produziert eine 3-kW-Anlage in 20 Jahren 48 000 kWh Strom. Bei einer angenommenen Einspeisevergütung von 51,8 Cent pro kWh ergibt das einen Umsatz von rund 25 000 Euro. Bei 900 kWh steigen die Einnahmen auf rund 28 000 Euro.
Eine Photovoltaik-Anlage kann beispielsweise über die eigene Hausbank in Ergänzung mit einem Förderdarlehen der KfW-Bank finanziert werden, sofern nicht genug Eigenmittel zur Verfügung stehen.
In der Einkommenssteuererklärung müssen Betreiber einer Photovoltaik-Anlage die Einnahmen und Ausgaben abrechnen. Wie allen anderen Einkommensarten sind eventuelle Gewinne oder Verluste steuerlich zu verrechnen.


