Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) wurde im Juni 2008 vom Bundestag beschlossen und tritt am 01.01.2009 in Kraft. Ab diesem Datum muss jeder Eigentümer von Neubauten Erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung einsetzen. Genutzt werden können alle Arten von Erneuerbaren Energien, die Wärme erzeugen. Bei Erdwärme und Umweltwärme aus Wasser und Luft müssen mindestens 50 Prozent aus dieser Energiequelle kommen, bei Solarthermie mindestens 15 Prozent, bei Biomasse 30 Prozent. Alternativ können auch andere Maßnahmen ergriffen werden, um den Wärmebedarf zu senken. Dazu zählen beispielsweise eine bessere Wärmedämmung, die Nutzung von Wärme aus Fernwärmenetzen oder der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung. Das Wärmegesetz legt fest, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 14 Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien kommen sollen.
Jetzt kostenlos Anfrage einstellen!
Grundsätzlich können alle Betreiber einer Anlage zur Wärmeversorgung mit Erneuerbaren Energien profitieren. Durch Erneuerbare Energien können enorme Kosten eingespart werden, da weniger Öl oder Gas eingesetzt werden muss. Die höheren Anschaffungskosten der Anlagen werden durch staatliche Förderungsprogramme aufgefangen. Pro Jahr stehen dafür 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördersumme konnte so gegenüber den letzten Jahren deutlich angehoben werden. Anträge gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.
Jetzt kostenlos Anfrage einstellen!
Das EEWärmeG soll Anreize zur Nutzung von alternativen Energien zur Wärmeversorgung schaffen, den Wärmebedarf senken und zum Klimaschutz beitragen. Heutzutage kommen nur etwa sechs Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien, der Rest aus Erdgas, Öl und Kohle. Von den über 800 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxidemissionen sind etwa 40 Prozent der Wärmegewinnung durch Öl und Gas zuzuschreiben. Erneuerbare Energien können den Ausstoß von Schadstoffen enorm verringern. Neben ökologischen soll das Wärmegesetz auch ökonomische Vorteile bringen. Denn die Technologie stammt aus dem eigenen Land, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt und mehr Arbeitsplätze schafft.

