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Erdwärme - Häufige Fragen kurz erklärt!

Was ist Erdwärme?

Erdwärme oder Geothermie gehört zu den Erneuerbaren Energien. Als Erdwärme wird die Wärme bezeichnet, die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeichert ist und zur Wärmeversorgung über Erdwärmepumpen oder auch zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Erdwärme besteht zum Teil aus in der Erde gespeicherter Sonnenenergie sowie aus Energie aus dem Erdinneren.

Wie tief muss die Bohrung für eine Erdwärmeanlage sein?

Entscheidend für die Bohrtiefe ist der geologische Aufbau des Untergrundes auf dem Grundstück. Generell steigt mit zunehmender Tiefe die Temperatur um 25 bis 30°C pro Kilometer an. Außerdem kommt es bei Berechnung der Bohrtiefe auf den jeweiligen Wärmebedarf des Hauses an. Die Bohrtiefe für die Rohre der Erdwärmesonde kann deshalb zwischen 50 und 150 cm liegen. Der Durchmesser einer Bohrung beträgt übrigens nicht mehr als 15 cm.

Reicht eine einzige Bohrung aus?

Entscheidend für die Anzahl der Bohrungen ist die Beschaffenheit des Untergrundes, d.h. wie viel Wärme in welcher Tiefe gewonnen werden kann. Eine einzige Bohrung reicht aber meist nicht aus. Grundsätzlich sind wenige tiefe Bohrungen effektiver als mehrere Bohrungen dicht unter der Oberfläche.

Wofür benötigt eine Erdwärmeanlage Strom?

Die Wärmepumpe, die die Wärme fördert und auf ein nutzbares Temperaturniveau bringt, wird mit Strom betrieben. Wenn der Strom ausfällt, wird ein Notstromaggregat benötigt, um die Wärmeversorgung zu gewährleisten. Bei kurzen Stromausfällen kann die im Heizsystem gespeicherte Wärme allerdings für einige Zeit die Zimmertemperatur konstant halten.

Erdwärmeheizung plus Solaranlage: eine sinnvolle Kombination?

Ja. Durch die Kombination einer Solaranlage mit Erdwärmesonden kann überschüssige Energie aus den Sommermonaten als Wärme in die Erde geleitet und dort gespeichert werden. Konkret heißt das: Die Wärme aus der Solaranlage wird an über die Sonde an das Gestein abgegeben und regeneriert es so. Die Wärme aus dem Gestein wird dann wieder abgegeben, wenn sie benötigt wird.

Reicht eine Erdwärmeanlage aus, um meine Wohnräume komplett zu heizen?

Es ist völlig unproblematisch, ein ganzes Haus durchgängig mit Wärme und auch Warmwasser zu versorgen, sofern die Erdwärmeanlage von einem Fachmann geplant und installiert wurde.

Brauche ich Genehmigungen für eine Erdwärmebohrung auf meinem Grundstück?

Eine Genehmigung ist immer erforderlich. Sie erhalten den „Antrag zur Errichtung von Erdsonden zur Gewinnung von Erdwärme zu Heizzwecken“ bei der Wasserbehörde Ihres jeweiligen Bezirks. Die Genehmigung erhalten Sie meist innerhalb eines Monats. Bohrungen von über 100 Meter Tiefe müssen der zuständigen Bergbehörde gemeldet werden.
Wie muss eine Erdwärmeanlage gewartet werden?
Eine Erdwärmeanlage zeichnet sich bei sachgemäßer Installation durch einen störungs- und wartungsfreien Betrieb aus. Auch der Wärmeträger in den Wärmesonden, die so genannte Sole, muss nicht nachgefüllt oder ausgetauscht werden.

Kann ich Erdwärme unbegrenzt nutzen?

Generell gilt Erdwärme als unerschöpfliche Energiequelle und zählt deshalb zu den Erneuerbaren Energien. Das Gestein, aus dem die Wärme gefördert wird, regeneriert sich bei fachgerechter Installation der Wärmeanlage durch den natürlichen Wärmefluss selbst.

Nimmt die Tiefenwärme durch Nutzung einer Erdwärmeanlage mit der Zeit ab?

Generell nicht. Allerdings kann das passieren, wenn die Erdwärmeanlage nicht professionell geplant und das Gestein falsch bewertet wurde. So ist es möglich, dass die geförderte Wärmemenge zu groß ist und sich der Untergrund nicht schnell genug regenerieren kann. Lassen Sie sowohl Planung als auch Durchführung Ihrer Erdwärmeanlage unbedingt von einem Fachmann durchführen.

Kann ich eine Zentralheizung auch mit einer Erdwärmepumpe betreiben?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Aber lassen Sie vorher von einem Heizungsfachbetrieb die zu erwartenden Betriebskosten ausrechnen. Die Vorlauftemperaturen einer Zentralheizung liegen bei etwa 70°C, die einer Fußbodenheizung bei etwa 40 °C. Um die hohen Vorlauftemperaturen einer Zentralheizung zu erreichen, benötigt eine Wärmepumpe mehr Betriebsstrom als bei einer Fußbodenheizung. Sie ist damit weniger effektiv und nicht mehr so kosteneffizient.

Kann ich eine Erdwärmeanlage auch als Klimaanlage einsetzen?

Ja. Eine Kühlung mithilfe einer Erdwärmeanlage ist ohne Wärmepumpe möglich und kann elektrisch betriebene Klimaanlagen ersetzen. Dabei reicht die Temperatur des Untergrundes als natürliche Kühlung meist aus. Hierbei wird die Erdkühle mittels der Sole über einen Wärmetauscher an die Heizung übertragen. Da die Wärmepumpe ausgeschaltet bleibt und nur die Umwälzpumpe in Betrieb ist, wird das Temperaturniveau nicht angehoben. So lassen sich die Wohnräume fast kostenlos kühlen. Zudem wird die Wärme des Zimmers über die Erdwärmesonden zurück in den Untergrund geleitet. Das Gestein, dem sonst Wärme entzogen wird, kann sich so schneller regenerieren.

Wie viel kostet eine Erdwärmeanlage?

Die Anschaffung einer Erdwärmeanlage inklusive einer Erdwärmeheizung ist momentan noch teurer als eine Öl- oder Gasheizung. Die Betriebskosten sind aber viel geringer und machen eine Erdwärmeanlage schnell zu einer lohnenswerten Investition. Einen großen Teil der Anschaffungskosten entstehen durch die Kosten für die Bohrungen und die Sonden. Dazu kommt noch die Wärmepumpe. Insgesamt sind die Anschaffungskosten für eine Erdwärmheizung ca. 1.500 bis 3.000 Euro höher als bei einer Gasheizung.  Die Heizkosten bei einer Erdwärmeheizung liegen aber etwa 60 Prozent unter den Kosten einer Öl- oder Gasheizung. Außerdem entstehen keine Nebenkosten für Schornsteinfeger oder Wartung.

Welche Vorteile habe ich durch die Nutzung von Erdwärme?

Erdwärme bietet viele Vorteile gegenüber der konventionellen Energiegewinnung: Erdwärme ist jederzeit verfügbar und nutzbar. Sie gehört zu den Erneuerbaren Energien und ist deshalb unerschöpflich. Erdwärmeanlagen können fast überall installiert und so reguliert werden, dass nur die benötigte Menge gefördert wird. Dazu sind die laufenden Betriebskosten sehr gering. Als regenerative Energie ist Erdwärme umweltfreundlich, erzeugt kein CO2. Außerdem ist Erdwärme nicht abhängig von der Wetterlage, Tages- oder Jahreszeit.